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PharmaWiki - Zolpidem

Openmedi.orgZolpidem wiki


9/27/2014
07:50 | Author: David Perry

Zolpidem wiki
PharmaWiki - Zolpidem

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Zolpidem mit zentral dämpfenden Arzneimitn oder Alkohol kann die Hemmung des zentralen Nervensystems verstärkt werden.

Zolpidem ist bei Kindern unter 15 Jahren, Überempfindlichkeit, Schlafapnoe-Syndrom, akuter Ateminsuffizienz, Myasthenia gravis, schwerer Leberinsuffizienz und während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimit-Fachinformation.

Zolpidem ist ein Substrat von CYP3A4. Bei gleichzeitiger Einnahme von Zolpidem und CYP3A4-Induktoren kann die Wirkung von Zolpidem verringert und durch CYP3A4-Hemmer verstärkt werden. Bei gleichzeitiger Gabe von Muskelrelaxanzien kann die muskelrelaxierende Wirkung verstärkt werden (Sturzgefahr!).

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Die Autoren (SR, AV) haben keine Beziehungen zu den Herslern und sind nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt. Interne Review: AV. Peer-Review: Dr. med. Werner Strobel, Leitung Schlaflabor, Universitätsspital Basel.

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimit wird abends vor dem Zubettgehen eingenommen. Beim Absetzen soll die Dosis schrittweise reduziert werden, um mögliche Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Halluzinationen, Unruhe, Alpträume, Schläfrigkeit am Tag, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Verschlimmerung der Schlaflosigkeit, reduzierte Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalte, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Gelegentlich werden Verwirrung, Reizbarkeit und Doppelbilder beobachtet. Schlafmit.

Zolpidem kann zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit führen. Das Risiko ist bei längerer Einnahme, hoher Dosierung und entsprechender Veranlagung erhöht. Ein erhöhtes Risiko besteht ebenfalls bei Patienten mit psychiatrischer Anamnese und Drogen- oder Alkoholabhängigkeit. Das plötzliche Absetzen geht mit Entzugserscheinungen wie Zittern, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Angst- und Spannungszuständen, Nervosität und Verwirrung einher.

Zolpidem ( ATC N05CF02 ) hat schlaffördernde und sedierende Eigenschaften. Es erleichtert das Einschlafen und erhöht die Gesamtschlafzeit. Die Wirkung wird über die Bindung an den Omega-1-Rezeptor des GABA A -Rezeptorkomplexes vermitt, indem die Öffnung des Chloridkanals verändert wird. Bei nicht-retardierten Arzneimitn hält die Wirkung zirka 6 Stunden an.

Zolpidem (C 19 H 21 N 3 O, M r = 307.39 g/mol) ist ein Imidazopyridin, das sich strukturell von den Benzodiazepinen unterscheidet. Es liegt in Arzneimitn als Zolpidemtartrat vor, ein weisses, kristallines Pulver, das in Wasser nur sehr schwer löslich ist.

synonym: Zolpidemum, Zolpidemi tartras PhEur, Zolpidemtartrat, Ambien.

Zolpidem ist in Form von Filmtabletten, Retardtabletten und Brausetabletten im Handel (Stilnox, Stilnox CR, Generika). Es ist in der Schweiz seit 1990 zugelassen. In anderen Ländern sind weitere Darreichungsformen verfügbar, zum Beispiel ein Mundspray.

Zur kurzfristigen Behandlung der Schlaflosigkeit (Ein- und Durchschlafstörungen). Die Behandlung soll in der Regel so kurz wie möglich gehalten werden und vier Wochen nicht überschreiten. In der Praxis wird Zolpidem allerdings häufig als Dauermedikation verordnet.


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